Grundsolide zur Revanche
Bjoern Schuster am 26. September 2009 19:11
Die letzte Niederlage tat noch ein bisschen weh, gerade, weil man einen richtigen Satz nach vorn hätte machen können. Nun kam mit dem MTV Dänischenhagen ein Gegner, der den Jungs bisher immer alles abverlangt hatte und im letzten Jahr mit der schmerzhaften 1:9 Niederlage die Anlage verließ.
Aufgrund von Krankheit, Arbeit und Urlaub konnte Interimscoach Pö leider nur auf 13 Mann zurück greifen. Als Nummer 14 gesellte sich mit Milhan ein alter Weggefährte der Ersten hinzu. Von Beginn an schenkten sich die beiden Mannschaften keinen Meter und so entwickelte sich ein sehr interessantes Spiel. Post ließ nach dem Anstoß gleich Brodersen nach vorn preschen, wobei sein feiner Schuß vom glänzend reagierenden Keeper abgewehrt werden konnte. Dänischenhagen war stets brandgefährlich bei Standards. Ein ums andere Mal musste entweder Keeper Fuchs entschlossen eingreifen oder die Gastgeber verteidigten mit Mann und Maus im 16er. In der 18. Minute dann plötzlich die Riesenmöglichkeit für die Poststörche: Krohn setzt sich im 16er gut in Szene und kann nur durch ein Foul gestoppt werden. Der umsichtig und souverän leitende Schiri Flick aus Eidertal zeigte auf den Punkt. Post hatte schon einige Elfmeter verschossen, so dass sich Brodersen diesmal die Kugel schnappte um dieser Serie ein Ende zu bereiten. Er trat an und der Keeper hielt! 1 aus 4 ist einfach zu wenig, vielleicht sollten die Jungs mal im Training mehr üben. Es blieb also beim 0:0. Die bis dahin starken Dänischenhagener schienen angeschlagen und verloren nun einige entscheidende Zweikämpfe. So geschehen 3 Minuten später. Der generische Verteidiger will den Ball ins Aus blocken. Brodersen umkurvt diesen und setzt sich körperlich durch. Mittels eines schneidenden Passes an der 16er-Grenze landetet die Kugel bei Niedziella, der, mit seinem frisch eingefettetem Linken, eiskalt ins lange Eck verwandelt - 1:0. Das Spiel schien sich nun zu drehen. Zwar ebten die gefährlichen Standards nicht ab, so dass ein Kopfball auf der Latte landete, die Postler waren nun jedoch im Spiel. Zweikämpfe wurden angenommen und mit einer hohen Laufbereitschaft gepaart, ergaben sich gute Möglichkeiten. In der 26. Minute konnte dann Plock einen entscheidenden Offensivzweikampf gewinnen, ging allein auf den Keeper los und versenkte eiskalt - 2:0. Geschockt von diesem Zustand, nahmen die Wortmeldungen der Dänischhagener immer mehr zu. Die ersten Gelben wurden aus diesem Grunde auch wegen Meckerns gezogen. Bis zur Pause sollte sich keine Großchance mehr ergeben.
Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde schnell deutlich, dass heute noch so einiges ging. Die Gäste hatten nun nicht mehr die großen Möglochkeiten und Post nahm mehr und mehr das Heft in die Hand. Nach einigen Minuten dezimierten sich die Dänischenhagener selbst. Der gegnerische Verteidiger hatte bereits gelb wegen "Trikot ziehen" gesehen, rauschte viel zu spät in einen Zweikampf mit Krohn, so dass er folgerichtig die Ampelkarte sah. Wer jetzt gedacht hatte, das Spiel sei gelaufen, täuschte sich. Die Gäste hielten weiter dagegen und solange nicht das 3:0 fiel, hätte es beim Anschluss nochmals spannend werden können. Diese Spannung bleib den Postlern jedoch erspart, den der generische 10er testete die Strapazierfähigkeit der Hose von Brodersen und wollte so verhindern, dass er allein auf und davon gehen konnte. Da er zuvor schon gelb wegen Meckerns gesehen hatte, blieb dem Schiedsrichter keine andere Möglichkeit, als nochmals die Ampel herauszuholen. Nun war das Ding gelaufen. Die Dänischenhagener gaben sich zwar nicht auf, aber die sich bildenden Räume ließen nun viele Chancen zu. Zunächst wurden diese jedoch noch vergeben, aber in der 70. Minute bediente Plock mustergültig Brodersen, der dann sicherhaltshalber mit dem Ball ins Tor lief. In der 83. Minute wurde der eingewechselte Schuster im 16er gefoult und somit hatten die Poststörche nun abermals die Möglichkeit ihre 11er-Qualitäten unter Beweis zu stellen. Schutta schnappte sich selbstbewusst die Kugel und versenkte endlich souverän zum 4:0. Natürlich hätten die Jungs die Chance nutzen können, noch mehr Druck auszuüben, aber man entschied sich dazu, das Spiel locker runterzubringen und hatte zu guter Letzt die Revanche geschafft. Eine starke Leistung wurde entsprechend belohnt.
Man bleibt somit oben dran, wobei natürlich die unnötige Niederlage gegen Süd noch ein bisschen für bauchgrummeln sorgt, denn man wäre heute Tabellenführer geworden. Nun ja, die Saison ist noch lang und jeder Punkt bringt uns dem Ziel bis zum Schluss oben zu bleiben näher.
Kommende Woche wartet der Aufsteiger aus Klausdorf als Gastgeber auf. Man wird dort abermals eine sehr gute Leistung benötigen, um weitere Punkte einzufahren. In diesem Sinne: kraftvoll, dynamisch, Post!
Fuchs (fehlerlos) - Schiele, Aewerdieck, Heine - Heinz (50. Buck), Nieziella, Krohn (80. Schuster) Langolf, Schutta - Plock, Brodersen
Gelb: viele, aber diesmal nur der Gegner |